HW-A-001 - Pilze sammeln - 2012 in der Holledau

 

verfasst 2012 - geändert am 14.09.2012

 

Hej, Outdoor-Gemeinde, Schwammerlsucher und Pilzekundler, 

 

es gibt einen Spruch in der Holledau der lautet:

 

Is' in da Holledau d'Hopfazupfa,

gem'ma z'mittog in's Hoiz zum Schwammalbrocka!

 

In eine verständliche Sprache übersetzt heißt das etwa:

 

Hat in der Hallertau die Hopfenernte begonnen, gehen die Erntehelfer während der Mittagspause in den angrenzenden Wald, um Pilze zu sammeln (um das Abendessen anzureichern, zumindest in früheren Zeiten).

 

Zum Beispiel hier die Wiesenchampignons:

 

 

oder da die Schönfußröhrlinge: Achtung! Es handelt sich nicht um den leicht giftigen „Schönfußröhrling“ sondern um den essbaren und als guten Speisepilz eingestuften „Goldröhrling“ (siehe den unten stehenden Nachtrag vom 14.09.2012).

 

 

und in diesem Bild noch einmal ein kleiner Fleck mit ein paar Pilzen:

 

 

Diese Schwammerl und noch einige mehr habe ich in der Holledau am 13.09.2012 innerhalb von nur drei Minuten gefunden, ... ähm  ... alle in unserem biologisch-dynamischen Garten, das heißt: Mehr oder weniger wächst hier alles wie es will, mit dem minimalsten Einsatz an Pflege, aber zur Freude meiner beiden kleinen Enkel aus München.

 

Meinen Vers d'rauf:

Warum denn in die Ferne schweifen, liegt das Gute doch so nah!

 

Viele Grüße

HochWalt

Nachtrag am 14.09.2012:

 

In einem Forum, in das ich ebenfalls die Bilder eingestellt habe, bin ich kritisiert worden, dass die Bezeichnung im zweiten Bild falsch sei. Es kann sich keinesfalls um einen Schönfußröhrling handeln. Recht hat der aufmerksame Leser. Im Eifer des Schreibens, habe ich die Namen Schönfußrörling und Goldröhring verwechselt.

 

Ihm habe ich nach der Berichtigung meines Textes folgende Antwort zukommen lassen:

 

… da muss ich Dir unumwunden recht geben, der „Schönfußröhrling“ ist es auf keinen Fall, hab' im Pilzbuch nachgesehen. Ich habe den Beitrag aus der Erinnerung heraus an meine früheren Schwammerlsucher-Zeiten geschrieben. Aber seit 1986 (Tschernobyl) habe ich das Pilzesammeln sein lassen. Hier habe ich die Namen „Schönfußröhrling“ und „Goldröhrling“ verwechselt. Hätte eigentlich zuvor in einem Bestimmungsbuch nachschlagen sollen, wenn ich mich nach einem viertel Jahrhundert wieder mit Pilzen beschäftige.

 

Ich habe die Photos nur in den Beitrag eingestellt, weil ich über die Menge von Pilzen in einem Garten verwundert gewesen bin. Namentlich bestimmt habe ich die anderen Pilze aber nicht und gegessen seit rund drei Jahren in kleinen Mengen (ein- bis zweimal im Jahr) nur Champignons und eben diese Goldröhrlinge, denen ich versehentlich einen falschen Namen verpasst habe. Voriges Jahr war sogar ein Hexenring aus Champignons mit einem Durchmesser von rund 2,5 m im Garten gewachsen.

 

Die Enkel (knapp 2 und 4 Jahre) sind noch zu klein, um ihnen die Pflanzen genau zu erklären, Falls sie sich einmal in die Holledau verirren, könnten sie eigentlich nur im Garten umherstreunen, sich verstecken und Opa müsste sie dann suchen. Dabei würde ich aber grundsätzlich aufpassen, dass sie nichts in den Mund stecken, bevor ich es nicht gesehen habe. Beeren und Pilze wären dann absolut tabu!

 

Schlimmer wird es, wenn einmal die Fragerei beginnt. Dann muss man schon die richtige Antwort parat haben. Ab diesem Zeitpunkt werde ich halt wieder die Bestimmungsbücher herauskramen müssen.

 

 

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