BP-06 - Bilder einer eingebauten Fußlenzpumpe in Prijon „Kodiak“

 

verfasst 2011 - geändert am 06.03.2011

 

Heute möchte ich ein paar Photos vorstellen, wie ich die Fußlenzpumpe in meinen Kodiak eingebaut habe.

 

 

Bild 1: Gesamtansicht der Fußlenzpumpe (Henderson Chimp aus dem Jahre 2002) - Die Druckplatte ha- be ich zu einer quadratischen Fläche verkleinert, damit sie gut zwischen die Steuerpedale passt. Außer- dem muss ich jetzt genau in der Mitte drücken, so dass ich nicht mehr verkanten und von der Platte ab- rutschen kann. Das hat den Vorteil, dass ich den größten Hub bekomme und die Membrane nicht immer einseitig abknickt und so gleichmäßig belastet wird. Der Wechsel von einem Fuß zum anderen geht auch leichter, weil ich nicht mehr die Mitte der Platte erfühlen muss. Die Pumpe ist auf einer Hartholzleiste montiert und diese an den beiden Steuerschiene nangeklemmt.

 

Bild 2: Detailansicht der Befestigung an der seitlichen Steuerschiene mit einem Aluwinkel, den ich genau an die Schiene angepasst habe. Die Befestigungsschraube ist aus Messing. Um eine elektrische Korro- sion zu vermeiden, besteht die Unterlegscheibe von Messingmutter zu Aluwinkel aus Plastik. Das Loch im Aluwinkel ist um 2 mm größer als die Schraube, so dass auch dort keine direkte Verbindung der beiden Metalle entsteht.

 

Bild 3: Noch einmal eine Detailansicht der Befestigung. Die Gummizwischenlage (LKW-Schlauch) ist deutlich zu erkennen. Sie bewirkt den sicheren Halt auf der Steuerschiene (hält seit fast 8 Jahren zuverlässig).

 

Bild 4: Befestigung der Pumpe an dem Hartholzstab mit der mitgelieferten Klemmschelle


 

Bild 5: Durchführung durch das Deck des Kajaks.

 

Bild 6: Auslass der Pumpe auf dem Deck. Ich bin den Empfehlungen vieler Kajaker nicht gefolgt, den Auslass seitlich am Kajak anzubringen, sondern habe ihn mittig auf dem Deck angebracht. Den Vorteil der seitlichen Anbringung, dass man sich dabei nicht vollspritzt, halte ich für widersinnig. Der Auslass befindet sich 1,1 Meter vor dem Paddler. Wenn ein so starker Wind herrscht, dass dieser das ausge-stoßene Wasser (maximale Höhe: 50 cm) dem Kajaker ins Gesicht weht, dürften die Wellen bestimmt so hoch sein, dass sie über das Boot rollen und dann ebenfalls das Gesicht des Paddlers erreichen.

 

Bild 7: Mit einem selbstgefertigten Verschluss dichte ich den Auslass ab. (Habe extra eine Flasche Sekt austrinken müssen, um an den Stöpsel zu kommen!). Mit einem Stück von einem Fahrradschlauch be- komme ich den Auslass dicht und er hält auch den Verschluss in der Öffnung. Eine Reepschnur sichert den Stöpsel vor Verlust. Wenn ich die Pumpe einsetze, wird der „Plastikkorken“ mit dem ersten Pump- wasser automatisch aus dem Loch gedrückt und von der Schnur gehalten.
 

Was ich bei einem Neueinbau ändern würde:

 

Solange Prijon an seinem Konzept der seitlichen Fußsteueranlage festhält, würde ich die Lenzpumpe wieder auf die selbe einfache und bedienungsfreundliche Weise installieren. Lediglich den Auslass würde ich direkt über der Pumpe anbringen, damit der Auslassschlauch so kurz wie möglich wird. Bei der Pla- nung wollte ich den Auslass vom Gepäcknetz frei haben, damit ich dort etwas aufbewahren kann. Die Er- fahrung hat mir aber gezeigt, dass es praktischer ist, überhaup tnichts an Deck zu verstauen, so dass ich die beiden Gepäcknetzte vorn und hinten praktisch nicht nutze. Aber das ist meine eigene Anschauung und läuft sicher der allgemeinen Meinung vieler Kajaker entgegen.
 

Hoffentlich könnt Ihr mit den Bildern und meinen Kommentaren dazu etwas anfangen. Wenn noch Fragen offenstehen, würde ich sie Euch gerne beantworten, soweit es mir möglich ist.

    

 

 

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