KP-05 - Meine jetzige Minimalausrüstung

 

verfasst 2011 - geändert am 19.02.2011

 

Im Beitrag KP-04 - "Die von mir verwendete Ausrüstung für Langfahrten" kann man lesen, was ich früher alles an Ausrüstung auf meinen langen Kajaktouren im Mittelmeer im Sommer bei bis 40 Grad Celsius im Schatten und 24 Grad Wassertemperatur mitgenommen habe.

 

Heute möchte ich erzählen, was ich von dieser Ausrüstung alles täglich verwendet habe und was unbedingt zusätzlich mitgeführt werden soll. Das heißt: praktisch meine Minimalausrüstung:

Ausrüstung, die ich täglich benutzt habe:

am Mann:

- Badehose
- langes T-Shirt (reicht für rund 1.000 km)
- Schirmmütze (langer Schirm, gut auch mit Nackenschutz)
- Sonnenbrille mit Nackenband (Reepschnur genügt), evtl. auch mit Nasenschutz
- Paddelhandschuhe (damit keine Wasserblasen entstehen)
- wasserfeste Sandalen als Universalschuhe (in der Sitzluke)

Boot und Zubehör:

- Kajak (mit Abschottungen, Fußsteuer, Fußlenzpumpe, Kompass)
- Paddel mit Sicherungsleine (Reepschnur genügt)
- Spritzdecke mit angebundener Signalpfeife
- „Abwasserbehälter“, z.B.:ergonomisch angepasste alte Sirupflasche aus Plastik (in der Sitzluke)
- Schwamm zum Spritz- und Tropfwasser aufwischen (in der Sitzluke)
- Handtuch (für alle möglichen Zwecke, hinter Sitz)
 

- Messer (Puukko, schwimmfähig)
- Sitzlukendeckel (hinter Sitz, gerollt)

Übernachtung / Lager:

- Unterlage, starke Plastikfolie z.B.: Deltafolie, Teichfolie 1 m x 2 m
- Self-Inflate-Liegematte, (zur Schonung der müden Knochen) nur gefaltet
- Badetuch (zum Abdecken der Liegematte)
- Badetuch (gerollt als Kopfkissen, alternativ: Kleidersack)
- leichter Sommerschlafsack aus Kunstfaser, der auch mal nass werden kann
- Stirnlampe
- Taschentuch
- Schlafsachen (z.B.: lange Funktionshose und -hemd, Wollsocken, alternativ: Trainingsanzug)
- Tarp 2 m x 3 m mit Spannleinen versehen
- Gestänge mit Leinen zum Abspannen und Auflegen der Plane, Heringe in Stoffsack (2 lange Heringe aus Baustahl 6 mm, zur Verankerung der Firstleine in Sand und losem Gestein)

Buchführung:

- Schreibmappe in flachem Transportbeuten mit Rollverschluss:
- - Land/See-Karten
- - Lineal
- - Kurswinkel
- - Lupe
- - Notizblock
- - Tagebuch
- - Literatur
- - Hartbox, flach (Diskettenbox, wenn man noch eine auftreibt):
- - - Personalausweis (getrennt vom Pass)
- - - Kugelschreiber
- - - Bleistift
- - - Radiergummi

Transportsack, rund, lang für Tagesbedarf (hinterer Stauraum):

- Sporthemd, langärmlig
- Sporthose
- Unterhose
- Waschzeug lose im Stoffbeutel mit:
- - Haarshampoo
- - Zahnbürste
- - Zahnpasta
- - sonstige Hygiene-Mittel
- Umhängtasche als Survival-Tool:
- - Geldbeutel mit Geld und Leselupe
- - Notizbuch mit Kugelschreiber
- - Schweizer Taschenmesser
- - Kamm
- - Teelöffel
- - Nähzeug
- - Schere (Kabelhülle als Schutz)
- - Kugelschreiber
- - Bleistift mit Radiergummi
- - Handy
- - Streichhölzer
- - Ausweistasche mit:
- - - Reisepass
- - - Führerschein
- - - Seniorenausweis
- - - Kreditkarte oderähnliches
- - - Erste-Hilfe-Ausweis
- - - Impfpass

Verpflegung / Wasser

 

Menge je nach Intervallen der geplanten Landgänge und nach Geschmack in die verbleibenden Hohlräume der Staukästen verteilt.

Erforderliche zusätzliche, aber nicht täglich oder nie gebrauchte Ausrüstung:

- Reservepaddel, geteilt, gekürzt (in der Sitzluke)
- Paddelanorak (in der Sitzluke über Lenzpumpe)
- Schwimmweste (in der Sitzluke über Lenzpumpe)
- diverse Schnüre, Seile, Bänder
- kleiner Kochtopf im Plastikbeutel

Reparatur/Ersatz-Set - Transportsack, rund, kurz (vorderer Stauraum):

- Multi-Tool
- Sekundenkleber
- Mattenkleber (auch für Spritzdecke, usw.)
- Klebebänder (um dasTarp zu flicken und für alles mögliche)
- Nähzeug
- lange T-Shirts als Ersatz (eines je 1.000 km Paddelstrecke)
- Reserve-Badehose
- Erste-Hilfe-
Set (Mini)  

 

So sieht meine eigene Minimalausrüstung, nach bestem Wissen und Gewissen aus und ich hoffe, dass ich nichts vergessen habe. Ich werde auch versuchen, mich in Zukunft nur auf diese Gegenstände zu beschränken, nach meinem Motto: „Weniger ist mehr, noch weniger ist noch viel mehr!“

 

Minimalisten würden sicherlich noch den einen und anderen Gegenstand zu Hause lassen. So könnte man auf den Anorak verzichten und der Kajakwagen wäre nur dann erforderlich, wenn man längere Portagen in seine Reise mit eingeplant hat, wie z.B.: Querung der Halbinsel Gelibolu bei Koruköy, 8 km - Querung Halbinsel Athos am Xerxeskanal, 2 km - Isthmus von Korinth, 6 km - Querung der Halbinsel Peljesac bei Ston, 2 km usw. oder lange Strecken zum oder vom Fährhafen zurückzulegen sind.

 

Bei meinem Equipment lege ich großen Wert auf Haltbarkeit, Reparaturfreundlichkeit und gute Funktion. In den Bereichen, in denen sich moderne Materialien bewährt haben, verwende ich sie natürlich. Dass ich beim Seekajaking und Küstenpaddeln meine Ausrüstung bei der Bekleidung und beim Lager so minimieren kann, hängt natürlich auch mit meiner Vorliebe für die sommerliche Mittelmeerregion zusammen. 

 

 

 

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