KF-24 - Seekajak-Tour Dalmatien/Kornaten - 8. Tag - 16.08.2015


verfasst 2016 - geändert am 30.04 2016


Das dazugehörende Kapitel im Reisebericht: „Zum Donnerwetter mit dem Seekajakherz“ von meiner Paddelpartnerin Suomalee findet Ihr bei den „Outdoorseiten“ im Post #19 mit der Überschrift:
EINE KATZE UND ZWEI KATER“ ---> klicke: “hier“
(Quelle: https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/88614-HR-Zum-Donnerwetter-mit-dem-Seekajakherz?p=1431802&viewfull=1#post1431802)



Bild 01: Der Streckenplan vom 16.08.2015, mit „google-earth“ erstellt.


Etmal: 3,0 km – gepaddelte Strecke gesamt: 130,9 km


Suomalee war schon lange aktiv, als ich aus dem Zelt gekrochen kam. Ihre nassen Sachen, lagen bereits auf den Felsplatten oder hingen an dem Gerüst zum Trocknen. Etwas später gesellten sich auch meine Habseligkeiten hinzu.


Das Zelt hat die Torturen des nächtlichen Unwetters prächtig überstanden. Wir räumten die Steine der Bodenbefestigung beiseite und ich half Lee, das aufgebaute Zelt hinüber zu den Steinplatten zu tragen, damit es ebenfalls trocknen konnte. Dabei diente Lee als „Zeltständer“, damit die leichte Brise auch wirklich alle Stellen erreichte. Innerhalb kürzester Zeit war das Zelt trocken und Lee verpackte es.


Auch unsere Liegematten konnten bald verstaut werden. Nur die Handtücher und sonstige Utensilien aus Naturfasern blieben noch hängen.

 


Bild 02: Das alles lag unter dem Zelt, um es von den rauen Steinen der Mole zu schützen. Außerdem dienten diese Bestandteile, alle aus Plastik, als zusätzliche Isolation. Das hätte wahrscheinlich in einem „Ernstfall“ nicht allzu viel genützt, aber man sollte jede Sicherheitsoption wahrnehmen, wenn sie auch nur psychologischer Natur ist. (Smiley: „Lächeln“)



Bild 03: Überall lag unsere Ausstattung herum, damit Wärme und Wind ihre Arbeit tätigen konnten. Auch die Plane hing über dem Gerüst. Der Rest: Zeltunterlagen, Liegematten usw. waren großflächig auf den Felsplatten außerhalb des Bildes verteilt.

 


Bild 04: Weil es erneut zu regnen begonnen hatte, improvisierte ich auf die Schnelle einen zugigen, windschiefen Planenkatamaran, damit wir wenigsten trocken unterkommen konnten. Lee kochte darunter ein verspätetes Frühstück oder ein verfrühtes Mittagessen, denn wir benötigten unbedingt etwas im Magen - Katerstimmung.


Während wir darauf warteten, dass der Regen aufhörte, beratschlagten wir unsere Planung für diesen Tag. Noch eine regenreiche Nacht wollte keiner von uns an dem Anleger verbringen. Also entschlossen wir uns, wenn der Regen abebbt, in See zu stechen und bei der nächsten Gelegenheit einen Unterschlupf zu suchen. Der Hafen Sali wäre dann die allerletzte Option gewesen, aber als Notnagel noch akzeptabel. An etwas Positives mussten wir uns ja klammern.


Weil uns fröstelte unter dem zugigen Dach, streiften wir nach dem Essen unsere Paddeljacken über und begannen das Lager abzubrechen.



Bild 05: Abwasch war Männersache! Gut dass wir mit unserem Geschirr sparsam umgegangen sind. Zwei Kaffeetassen, ein Topf, ein Deckel-Teller und ein Essnapf hatten in der Regel ausgereicht.

 


Bild 06: Kurz vor der Abfahrt konnten wir schon wieder lächeln. In unseren Paddelklamotten wurde uns während des Aufräumens wieder warm, zumindest oben herum und als wir in unseren Kajaks saßen und die Spritzdecke geschlossen hatten, auch unten herum.


Ankunft im Lager auf der Insel Katina (Quasi-Ruhetag mit Standortwechsel)

Nord: 43 grd, 53 min, 19 sec – Ost: 15 grd, 12 min, 59 sec


Bereits in der Mala Proversa beim ersten Restaurant hatten wir Glück. Der Wirt stand am Kai und wir fragten ihn nach dem Wetter für diesen Tag. Den ganzen Tag nur Regen, meinte er ebenso missmutig, wie auch das Wetter war. Wir waren eigentlich etwas überrascht, als wir nach einem Zimmer für eine Nacht gefragt hatten und der Wirt unserem Ansinnen zustimmte. So schnell eine Bleibe zu finden, hatten wir gar nicht erhofft. Wenn wir das bereits gestern gewusst hätten ... (Smiley: „Plafondblick“)


Unsere Stimmung erholte sich zusehends, als wir ausbooteten, trübte sich wieder ein, als wir vergeblich versuchten, mit dem Wirt ein Gespräch zu beginnen und hellte sich wieder auf, als uns das Zimmer nach einer geraumen Wartezeit zugewiesen wurde, weil es zuvor noch hergerichtet werden musste.


Wir schleppten unsere noch feuchte Ausrüstung auf das Zimmer, belegten dort und im Bad jeden freien Platz mit unsren Sachen, duschten lauwarm und waren froh, schon beim ersten Anlauf, eine Logis gefunden zu haben. Als wir zum Fenster hinaussahen, hatte wieder Regen eingesetzt, der dieses Mal nicht so schnell aufhören wollte.


So schlecht gelaunt der Wirt an diesem Tag gewesen war, so freundlich glich die Wirtin diesen Mangel aus. Wir hatten uns zum Abendmahl für Fisch entschlossen, ließen der Wirtin freie Hand, die Speisen auszuwählen. Wir taten gut daran, ihr die Entscheidung zu überlassen, denn das Fischgericht, das sie uns servierte, schmeckte vorzüglich.



Bild 07: Leider haben wir keine Bilder von unserer Unterkunft gemacht, aber die Wirtin hat uns die Visitenkarte von ihrem Restaurant gegeben, die ich hier abgebildet habe.


Wir merkten, dass wir ein größeres Defizit an Schlaf von gestern Nacht hatten, das ausgeglichen werden musste. Deshalb zogen wir uns bald zurück. Kaum hatten wir uns zur Ruhe gelegt, schliefen wir auch schon ein. Gewiss hatte auch die Monotonie des Regens dazu beigetragen, der während der ganzen Nacht, draußen auf das Vordach hämmerte.


Anmerkung und Tipp:


Weil der letzte Beitrag zur „Beurteilung von Gewittern im Outdoor-Bereich“ etwas textlastig geraten ist, möchte ich Euch dieses Mal mit langen Erklärungen verschonen. (Smiley: „Lächeln“)

 

 

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